Referendum gefährdet die Zukunft des Kunstmuseum Bern und 50 Millionen private Gelder

Bern, 19. Februar 2026 – Das Komitee «Ja zum Kunstmuseum Bern» hat wenige Wochen nach seiner Gründung bereits über 100 Mitglieder aus allen Parteien sowie aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Die breite Abstützung unterstreicht die Dringlichkeit des Sanierungsprojekts und seine zentrale Bedeutung für den Kanton Bern. Das Komitee verspricht einen engagierten und aktiven Abstimmungskampf.

Die Staatskanzlei des Kantons Bern hat heute bestätigt, dass das Referendum gegen das Sanierungsprojekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» zustande gekommen ist. Das Komitee «Ja zum Kunstmuseum Bern» hält fest: Die Sanierung des Kunstmuseums ist notwendig, gut begründet und breit abgestützt. Das Komitee hat bereits über 100 Mitglieder, im Co-Präsidium sind amtierende Grossrätinnen und Grossräte aller Parteien.

Klare Finanzierung, aussergewöhnlich hohes privates Engagement
Das Sanierungsprojekt überzeugt und lohnt sich für Bern. Über 50 Millionen Franken werden durch private Mittel finanziert, mehr als ein Drittel der Gesamtkosten. Diese privaten Mittel sind an das vorliegende Projekt gebunden. Bei einer Ablehnung der Vorlage würden sie entfallen. Der kantonale Beitrag ist mit einem fixen Kostendach klar begrenzt, das Kostenrisiko liegt bei der privaten Stiftung Kunstmuseum Bern.

Dringender Handlungsbedarf
Der bauliche Zustand des Kunstmuseums ist kritisch. Insbesondere der Erweiterungsbau musste bereits notgesichert werden, Leihgaben können nur noch eingeschränkt gezeigt werden und für starken Regen liegt ein Evakuationsplan bereit. Ab 2031 droht aus statischen Gründen eine Schliessung des Erweiterungsbaus. Dieser Zustand ist einer Kulturinstitution von nationaler Bedeutung nicht würdig.

Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und moderner Museumsbetrieb
Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» wird der Museumsbetrieb umfassend modernisiert, sodass er punkto Barrierefreiheit, Aufbewahrung der Kunstwerke und Kunstvermittlung den heutigen Standards entspricht. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch durch energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen deutlich gesenkt.

Gewinn für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Bern
Das Sanierungsprojekt stärkt die kulturelle Strahlkraft des Kantons Berns. Von der Investition profitieren insbesondere auch Berner KMU, vom Bau- und Handwerksgewerbe bis hin zu Gastronomie und Hotellerie. Das Projekt leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zum Wirtschafts- und Tourismusstandort Bern.

Verantwortung für kommende Generationen
Vor 150 Jahren setzte sich Albert Anker im Grossen Rat für den Bau des Kunstmuseums Bern ein. Heute steht der Kanton erneut vor einem wegweisenden Entscheid. Das Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» bewahrt dieses Erbe, erneuert das Museum und sichert es für kommende Generationen.

Für Rückfragen der Medien: info@kunstmuseum-ja.ch

Stellungnahmen des Co-Präsidiums:

Daniel Arn, Grossrat (FDP): «Das Sanierungsprojekt überzeugt mit einem hervorragenden PreisLeistungs-Verhältnis: Über 50 Millionen Franken kommen aus privaten Mitteln, der
Kantonsbeitrag ist klar begrenzt. Wer dieses Projekt blockiert, gefährdet eine verantwortungsvolle
und tragfähige Lösung.»


Claude Grosjean, Grossrat (GLP): «Die Sanierung sichert die Zukunft des Kunstmuseum Bern
und stärkt den Kanton Bern als Kulturstandort. Ein moderner, nachhaltiger Museumsbetrieb
kommt uns allen zugute.»


Benjamin Marti, Grossrat (SVP): «Das Sanierungsprojekt stärkt den Wirtschafts- und
Tourismusstandort Bern nachhaltig. Ein attraktiveres Kunstmuseum erhöht die kulturelle
Strahlkraft des Kantons und bringt konkrete Wertschöpfung für Berner KMU, vom Baugewerbe
bis zur Gastronomie und Hotellerie.»


Katharina Baumann, Grossrätin (EDU): «Das Kunstmuseum Bern ist seit 150 Jahren Teil unserer
kulturellen Identität. Die Sanierung führt das Vermächtnis Albert Ankers fort und bewahrt dieses
Erbe für kommende Generationen.»


Philip Kohli, Grossrat (Die Mitte): «Regierungsrat und Grosser Rat stehen parteiübergreifend klar
hinter dem Sanierungsprojekt. Diese breite Abstützung zeigt, dass es um eine langfristige und
ausgewogene Lösung im Interesse des Kantons geht.»


Katja Streiff, Grossrätin (EVP): «Das neue Kunstmuseum Bern soll ein offener Ort für Kunst,
Bildung und Begegnung sein. Heute ist der uneingeschränkte Zugang für Menschen mit
Behinderungen nicht gewährleistet, die Sanierung schafft hier dringend notwendige
Barrierefreiheit.»


Reto Müller, Grossrat (SP): «Die Sanierung ist dringend nötig. Der bauliche Zustand des
Kunstmuseums ist kritisch: Der Erweiterungsbau musste notgesichert werden, Leihgaben können
nur noch eingeschränkt gezeigt werden und bei starkem Regen liegt ein Evakuationsplan bereit.
Dieser Zustand ist einer Kulturinstitution von nationaler Bedeutung nicht würdig.»


Moussia von Wattenwyl, Grossrätin (GRÜNE): «Das Sanierungsprojekt sichert die Zukunft des
Kunstmuseums Bern langfristig. Es verbindet dringende bauliche Erneuerung mit Nachhaltigkeit,
öffentlicher Zugänglichkeit und einem klaren Mehrwert für Kultur, Gesellschaft und Kanton Bern.»


Komitee «Ja zum Kunstmuseum Bern»: info@kunstmuseum-ja.ch / kunstmuseum-ja.ch
Vgl. Medienmitteilung zur Gründung des Komitees vom 20. Januar 2026.